Eröffnung der Austellung von Oleksii Zolotar

3 Nov 2022 – 26 Jan 2023


Pressemitteilung:

Pressemitteilung

HELLE COPPI GALERIE Berlin präsentiert Zolotar „Low Height“

Unter dem Titel Low Height (dt. „Niedrige Höhe“), womit gleichzeitig eine seiner Einzelarbeiten belegt ist, zeigt der ukrainische Künstler Zolotar in der HELLE COPPI GALERIE eine Reihe von graphischen und bildhauerischen Werken und lädt somit zu seiner ersten umfassenderen Ausstellung in Berlin ein.

Dabei besteht sein künstlerisches Anliegen vor allem darin, sich frei und unbefangen mit verschiedenen Zeitebenen sowie mit den Verbindungen dazwischen auseinanderzusetzen und die ästhetischen und diskursiven Potenziale dieser Thematik anschaulich werden zu lassen. So wird Persönliches mit Geschichtlichem, kunsthistorisch Relevantes mit zeitgenössischer Formgebung verwoben.

Auf der Ebene der persönlichen Chronologie etwa beginnt Zolotars Zeitstrahl mit der Reflexion über den Abschuss von Flug MH 17 und der daraus entsprungenen Arbeit Low Height; die zeitliche Spur dieses reflektierten „Ur-Ereignisses“ zieht sich dann bis hin zum aktuellen Geschehen, welches sich, emotional und intellektuell verarbeitet, in Ölpastell-Zeichnungen spiegelt, die allesamt in der Zeit nach dem Ausbruch des Ukrainekrieges am 24.02.2022 entstanden sind.

In einem eher kunsthistorischen Kontext dagegen lotet Zolotar wiederum einige formale Wege der Kunst im Laufe des 20. Jahrhunderts aus, er hinterfragt die Zukunftsfähigkeit von einst revolutionären, mittlerweile klassisch gewordenen Beiträgen (wie denjenigen des Oleksandr Archipenko) und sucht schließlich für die Zukunft nach einer möglichen Fusion von ukrainischem Modernismus und europäischer Postmoderne.

Im Zusammenhang mit solch inspirierenden Fragestellungen unternimmt es Zolotar, dem Rätsel auf den Grund zu gehen, welcher Mehrwert an Sakralität denn in einer Ästhetik liegen mag, die zeitlich konnotiert ist und sich künstlerisch äußert. Entsprechend gehen die suchenden Schritte des Künstlers einem offenen Horizont entgegen.

Felix Raffael

Under the title Low Height, which also refers to one of his individual works, the Ukrainian artist Zolotar is showing a series of graphic and sculptural works in the HELLE COPPI GALERIE, thus inviting visitors to his first comprehensive exhibition in Berlin.

His artistic concern is above all to deal freely and impartially with different temporal levels as well as with the connections between them and to make the aesthetic and discursive potentials of this subject matter vivid. In this way, the personal is interwoven with the historical, the art-historically relevant with contemporary design.

On the level of personal chronology, for example, Zolotar's timeline begins with the reflection on the downing of flight MH 17 and the work Low Height that sprang from it; the temporal trace of this reflected "primal event" then extends to current events, which, emotionally and intellectually processed, are reflected in oil pastel drawings, all of which were created in the period after the outbreak of the Ukraine war on 24 February 2022.

In a more art-historical context, on the other hand, Zolotar in turn explores some formal paths of art in the course of the 20th century, he questions the future viability of once revolutionary contributions that have since become classic (such as those of Oleksandr Archipenko) and, finally, he seeks a possible fusion of Ukrainian modernism and European postmodernism for the future.

In connection with such inspiring questions, Zolotar undertakes to get to the bottom of the puzzle of what added value of sacrality might lie in an aesthetic that is temporally connoted and expresses itself artistically. Accordingly, the artist's searching steps go towards an open horizon.